Fall and Rise of House Ravenroot

Die Ruhe vor dem Sturm
Akt II

Nachdem zuvor beim Kriegsrat sämtliche Pläne geschmiedet worden waren, und die Ravenroots ausgeritten waren, um individuell die Zeit bis zum Angriff für weitere Vorbereitungen zu nutzen, fand sich Rhiannon Ravenroot zurückgelassen, zusammen mit ihrer Mutter und dem Hauptmann der Wache in Ravenroot Hall wieder.

Thorren Flint konfrontierte sie sogleich mit gewissen Routineaufgaben, die die Aufmerksamkeit und Absegnung eines Lords erfordern: Das Inspizieren und Ausbessern der morschen Palisaden. Der alte Krieger meinte, dass die Palisaden besser bemannt werden könnten, würde man den Kreis kleiner ziehen und die Stämme nur um die Halle selbst stelle würde, doch sah er auch ein, dass dies den Rest des Dorfes schutzlos zurücklassen würde.
Als sich Rhiannon schließlich wieder ihren Waffenübungen widmen wollte, wurde sie sogleich von Otto auf die neuesten Erkenntnisse angesprochen. “Schnell” stellte sich heraus, dass Otto in seiner Jugend einen Bruder Caern kannte, der in einem Kloster an der Küste der Fetchboroughs lebte. Sogleich beschloss Rhiannon dem auf den Grund zu gehen und ritt gen Küste los.

In der Zwischenzeit reisten Ser Maron Ravenroot, Ser Makes Lannister und Maester Pygmalion nach Blackrock Castle. Dort verabschiedete sich der junge Löwe von ihnen und reiste gen Süden, auf der Suche nach den verschwundenen Lannistertruppen, die ihm während des Turniers helfen sollten.
Die Ravenroots betraten ungehindert die Halle der Burg, wo sie von einem verdutzten Damian Blackrock begrüßt wurden. Dieser bot ihnen Speis und Trank, sowie Unterkunft und versprach das Anliegen der Besucher an seinen Vater weiterzuleiten. Doch sei dieser in keiner Verfassung um Gäste empfangen zu können. Nichtsdestotrotz machte sich Maester Pygmalion auf die Suche nach seinem früheren Studienkollegen Maester Braedlyn, um seine Hilfe bei der Genesung von Lord Blackrock anzubieten, doch traf er diesen nicht in seiner Kammer. Stattdessen wurde er zum Gemach des Lords selbst verwiesen, dessen Tür jedoch von seinem Leibwächter Garlan “Redhammer” Rivers blockiert wurde. Der Hüne ließ sich von der Redegewandtheit des zwergwüchsigen Gelehrten nicht beeindrucken. Um seine Ungefährlichkeit zu beweisen, ging der Maester sogar soweit sich zu entblößen, damit der Riese seine Kleidung nach Giften und Waffen durchsuchen könne. Zu diesem Zeitpunkt, angelockt durch das nicht enden wollende Gespräch, öffnete Maester Braedlyn die Tür. Der Anblick Maester Pygmalions verschlug ihm sogleich die Sprache. Schließlich war es jedoch Lord Blackrock selbst, der Pygmalion hereinrief und ihm sogleich ein Gespräch in der großen Halle der Burg anbot. Dort unterhielt sich gerade Ser Maron mit Lady Lysa Blackrock über seine Lesefortschritte und erfuhr außerdem, dass über Redhammers Herkunft kaum etwas bekannt sei. Jedoch hieße es, dass seine Mutter, eine überdurchschnittlich große Frau, wohl einstmal aus dem an die Burg angrenzenden Rockbottom stamme. Schließlich betrat Lord Blackrock die Halle, und es zeigte sich, dass er seit dem Turnier auf eine Krücke angewiesen war und er viel von seinem Stolz verloren hatte. Er hätte eingesehen, dass er endgültig alt geworden sei und die Jugend ihm den Rang abgelaufen hätte. Ser Maron unterbreitete dem alten, kampfesmüden Lord die offizielle Entschuldigung von Lord Robin Ravenroot, für dessen Verhalten auf dem Turnier, und gab sein Bestes um den alten Krieger von einer Rückkehr in die Schlacht, und sei es auch nur der Feldherrenhügel, zu überzeugen. Überrascht nahm Lord Blackrock die Entschuldigung an und versprach zumindest, sich ernsthaft mit dem Anliegen zu beschäftigen.

Währenddessen traf Lord Robin auf Shore Eye ein, wo er Lord Tyren Moorland einen Besuch abstatten wollte. Auf seiner Reise beobachtete, wie die Bauern die Ernte bereits vor der Reife einbrachten und viele von ihnen laufend eingezogen wurden. Unterwegs wurde er Byron Rivers erwartet, der ihn den Rest des Weges eskortierte. Am Turm angekommen, machte sich der junge Lord sogleich an den beschwerlichen Anstieg. Robin stellte fest, dass der Hafen unterhalb des Turms geschlossen und jede verfügbare Anlegestelle belegt war. Oben angekommen, fand Robin nicht nur zahlreiche Garnisonstruppen, sondern auch fremdländisch anmutende Soldaten vor und sogar ein Ingenieursgespann, dass gerade etwas konstruierte. In der äußeren Versammlungshalle, einem rohgezimmerten, schmucklosen Holzbau, empfing Lord Moorland gerade einige Händler und Bauern, die sich über den geschlossen Hafen beschwerten. Lord Moorland versicherte, dass sich um das Problem gekümmert würde und niemand die Händler an ihrer Abfahrt hindern würde, um im selben Moment den Hauptmann der Wache an seine Befehle zu erinnern, jedes Schiff, dass sich vor dem Hafen befände, mit Brandpfeilen zu beschießen. Als der Lord des Turms Robin erkannnte, verlegte er das Gespräch sogleich in den kleineren Hauptsaal seines Turms. Die beiden unterhielten sich ausgiebig über zukünftige Heiratspläne: So ließ Moorland sein Interesse an Rhiannon verlauten, doch musste Robin ihn enttäuschen, dass für seine Schwester bereits andere Pläne vorlägen. Kurzerhand rief Moorland seinen Vertrauten Tristan Stone in den Saal und verkündete, Triston solle dem Frey-Gesandten mitteilen, dass das Angebot (“Meint ihr die mit dem gebärfreudigen Becken, Mylord?” – Tristan Stone) angenommen sei. Daraufhin brachte Robin sein Interesse an Roslin Moorland zum Ausdruck und der Lord des Turms zeigte sich aufgeschlossen. Verpackt in ein Gespräch über Fischer, Investitionen, Hafenexpansionen und (zu hohe) Zölle, offenbarte sich, dass die beiden ähnliche Vorstellungen für die Zukunft hegten. Moorland ließ erkennen, dass er bereit sei entsprechende Experten und Materialien für eine erfolgreiche “Hafenübernahme” zur Verfügung zu stellen. (denn Roslin würde nur in einer ordentlichen Hafenresidenz leben wollen). Er würde natürlich die Hochzeit in Shore Eye, nach der erfolgreichen Abwehr der Ironborn und dem “Erledigen seiner Privatangelegenheiten” durchführen, doch müsse er, um die hohen Auslagen und Sicherheiten für seine Schwester tragen zu können, auf einen Brautpreis von Waren und Gütern im Wert von tausend Golddrachen bestehen. Nach kurzem Bedenken einigten sich die beiden schließlich auf diesen Betrag, und gegenseitige Unterstützung vor und speziell nach der Hochzeit.
Auf Haus Wayland angesprochen, zeigte sich, dass dieses Haus nie viel wert auf ein gut erhaltenes Vermächtnis gelegt hatte und es sei eine Ironie des Schicksals, dass ein Haus, dass sich der Wachsamkeit verschrieb und sich einen Adler als Tier erwählte, ihr Ende durch die Hand der Ironborn nicht kommen sah. Schließlich führte er Robin zu den alten Grabhöhlen unterhalb des Turms, die nur bei Ebbe zu erreichen waren. Trotzdem waren sie vor etwa 28 Jahren schon geplündert worden und innen befanden sich kaum nennenswerte Dekorationen oder Andenken, auch wenn die beiden nach einiger Suche schließlich das Grab von Brandon Wayland fanden. Die Inschrift (“Die Waylands waren nicht nur keine guten Steinmetze, sondern auch keine guten Dichter.” – Lord Moorland) offenbarte, dass es wohl ein flinker und aufmerksamer Mann gewesen sein muss, der sein Können am Bogen während einer Knappschaft erworben hatte. Mit diesem Wissen, und den getroffenen Abmachungen, machte sich Robin schließlich schnellstmöglich wieder auf den Weg nach Ravenroot Hall.

Parallel fand Ser Makes Lannister eine Spur der verschundenen Truppen. Ser Kevan Lannister hatte ihm zuvor erklärt, dass ein gewisser Ser Reginald das Kommando über die Truppe innehatte. In der Nähe von Sigrin’s Watch erzählte ihm ein Bauer, dass Soldaten die nahe Brücke besetzt hatten und den Reisenden einen Wegzoll abpressten, bevor der Schwan diese wieder vertrieben hatte. Schon bald traf der junge Ritter auf ein Lager von Lannistersoldaten und sogleich ritt er hinein. Unerschrocken verlangte er den Anführer zu sprechen, woraufhin ein grober Kerl namens Ben vortrat. Dieser erklärte dem jungen Löwen, dass Ser Reginald in den Fluss gefallen sei, und da der junge Lannister wohl befreit sei, hätte sich auch ihre Aufgabe erledigt. Er konfrontierte Makes mit den Gerüchten, er hätte seinen Titel nur durch das Entblössen seines Gemächts erhalten, sowie dessen Knabenhaftigkeit und es drohte bald zu einem Kampf zu kommen. Doch Makes gelang es geschickt den quasi-Deserteur nicht zu sehr zu provozieren und stattdessen die Truppen von seinen Führungsansprüchen zu überzeugen, woraufhin diese ihm Gefolgschaft schworen. Dabei war es ein etwa vierzehnjähriger Knabe der als Erster vortrat. Makes ließ den “Regen von Castamere” anstimmen und forderte anschließend den Kopf des Verräters Ben. Erneut war es der junge Knabe, der ihm den Kopf brachte und Makes belohnte ihn mit ein paar Münzen und einer Knappschaft, und zog sogleich mit seiner eigenen Truppe zurück gen Sumpf.

In der Zwischenzeit traf Nymeria Rivers mit ihrer handvoll Schmuggler und ihrem Gefangenen im Everdark Forest auf die Ironborn unter Führung von Halfdan Tidebreaker. Die Übernahme des Gefangenen verlief zuvor reibungslos. Die Elster war bei ihrer Darbietung derart überzeugend, dass sogar die eingeweihten Ravenrootwachleute zusammenzuckte. Schnell arrangierten die Schmuggler ein Treffen mit dem nächsten Ironbornkapitän auf einer nahegelegenen Lichtung im Everdark Forest. Nymeria setzte rund um die Lichtung eine Reihe Späher ein, die schon bald darauf die näherkommenden Truppen Tidebreakers vermeldeten. Dieser kam mit einem Großteil seiner Truppe: Fünfzig berittene Krieger. Ein Teil von ihnen sicherte die Flanken der Lichtung, die anderen dreißig saßen ab und bildeten sogleich einen dichten Schildwall. Schließlich trat bald Tidebreaker selbst vor seine Männer und stellte sich vor. Die Elster, auch auf erneutes Nachfragen des Ironborn hin, verweigerte ihm die Höflichkeit eines Namens und stellte sich schlicht mit ihrem Decknamen vor. Tidebreaker verkündete daraufhin, dass die Schmuggler im Besitz eines Ironbornkriegers waren, den sie nun freilassen würden. Anschließend würde Tidebreaker die Schmuggler unversehrt ziehen lassen, dies sei sein Ehrenwort. Nymeria ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und versuchte den Ironborn ein Lösegeld in Höhe von 200 Golddrachen abzupressen. Die beiden tauschten noch eine Reihe von Drohungen aus, bis schließlich Tidebreaker seinen persönlichen Beutel, gefüllt mit Münzen, Ringen und Schmuck im Wert von zehn Golddrachen, Nymeria zuwarf und anschließend mit seinem Sohn zu seinen Truppen in den Wald zurückkehrte.

Indes reiste Rhiannon durch die verwüsteten Ländereien von Haus Fetchborough, vorbei an den verlassenen Ruinen von Tranquillity Motte, und traf schließlich an einem Kloster ein. Dieses lag auf einer kleinen Klippe, am Rande des Waldes und Rhiannon schätzte, dass auch die Küste von dort einsehbar sei. Überraschenderweise war das kleine Kloster, bestehend aus einem Haus, einer Septe, Kräutergärten und von einer zwei Schritt hohen Mauer umgeben, unbeschädigt. Die junge Kriegerin erhielt Einlass von Bruder Albert, der sie sogleich willkommen hieß. Angesprochen auf Bruder Caern und den ehemaligen Bruder Otto, den die Alte auf der Suche nach Weisheit wieder in die Außenwelt gerufen hatte, führte der Mönch sie in den Keller der kleinen Wohnbehausung. Neben den Vorräten befand sich dort eine kleine Kammer, in der Rhiannon einen großen Zweihänder, einen riesigen Kettenmantel und zwei Schriftstücke fand. Bruder Caern sei vor etwa zwanzig Jahren verstorben, so Bruder Albert, dies seien seine einzigen Besitztümer. Rhiannon studierte sogleich die Schriftstücke, das eine Schreiben ein Brief von einer nahestehenden Bekanntschaft oder Verwandten, das andere ein Vermächtnis, in dem Caern schwört den weltlichen Freuden zu entsagen und sein Leben und seinen Besitz dem Kloster zu widmen. Lediglich seine Kriegerausrüstung sei, nach seinem Tod, an den rechtmäßigen Erben von Balon Ravenroot zu übergeben, bestehend aus Schwert, Dolch und Rüstung. Rhiannon fiel auf, dass das Schreiben und die Unterschrift sich deutlich voneinander unterschieden, und noch viel wichtiger, sich in der kleinen Kammer kein Dolch befand. Darauf angesprochen versuchte Bruder Albert sein Wissen von dem Dolch zu leugnen, doch gab er, ob der Entschlossenheit der jungen Ravenroot, schnell nach: Als die Ironborn vor etwa 28 Jahren die Küste plünderten, war Bruder Caern noch zur Stelle um die Brüder in Sicherheit zu bringen, doch tauchten vor wenigen Wochen erneut Piraten auf. Verzweifelt bot Bruder Albert den Dolch dem Anführer an, einem großen Krieger mit einem Bärenpelz auf den Schultern und einem Seeungeheuer als Wappen, und dieser gab daraufhin sein Wort das Kloster zu verschonen, doch empfahl er den Mönchen sich so bald wie möglich in Sicherheit zu bringen. Bevor Rhiannon weitere Fragen stellen konnte, wurden die beiden jedoch von einem anderen Mönch hochgerufen.

Dort sahen Rhiannon Ravenroot und sieben verängstigte Mönche, wie das erste Langboot der Eisenmänner angelegt hatte.

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Der Kriegsrat
Akt II

Die Vorbereitungen für die Versammlung sollten eine Woche einnehmen, und so wurden auch die Wunden aus der vergangenen Schlacht behandelt. Die unverletzte Rhiannon Ravenroot beschloss die Zeit zu nutzen, den Gerüchten von Piraterie an der Westküste nachzugehen und dafür das Gebiet von Lord Tyren Moorland auszukundschaften. Dort fand sie verbrannte Gehöfte vor, doch waren die Bauern allesamt in die Wälder und die befestigten Küstendörfer geflüchtet. An Bäumen entlang der Küste waren mehrere Ironborn aufgeknüpft, die vorher ertränkt worden waren. Einige von ihnen waren mit Schildern geschmückt:

“Was tot ist, kann wieder sterben”

Die Bewohner und Händler eines Dorfes bestätigten anschließend Übergriffe durch einzelne Raiderschiffe, die jedoch zurückgeschlagen werden konnten.

Nach ihrer Rückkehr wurden die Vorbereitungen für Robin Ravenroots feierliche Einsetzung als Lord des Hauses abgeschlossen und schon bald darauf trafen die Gäste ein:

Ser Damian überbrachte ein Kondolenzschreiben seiner Mutter und berichtete, dass sein Vater auf dem Weg der Besserung, jedoch auf eine Krücke angewiesen sei.

Eine erste Unterhaltung mit Ser Kevan Lannister begann als Familientreffen zwischen Ser Makes Lannister und seinen Geschwistern, worüber er alles andere als begeistert war, doch schnell entwickelte sich daraus ein Gespräch von politischen Dimensionen. Zwar konnte Ser Robin ihm kein festes Zugeständnis entlocken, doch war Ser Kevan offen für eine politische Heirat zwischen den beiden Häusern, namentlich zwischen Makes und Rhiannon, sowie eine späte Knappschaft von Frederik unter der Obhut von Ser Maron Ravenroot. Weiterhin erscheint es möglich, dass die Lannisters ihren königlichen Einfluss nutzen, um den Ravenroots eine offene Fehde gegen Haus Springgrove zu führen, ohne Repressalien durch ihren Lehnsherr befürchten zu müssen. Doch machte Ser Kevan auch auf die möglichen langfristigen Konsequenzen aufmerksam, wenn sich die Lannisters in Belange der Flusslande einmischen würden, wodurch eine direkte militärische Unterstützung als ausgeschlossen gilt.

Die Asche des verstorbenen Lord Rickard Ravenroot wurde schließlich beigesetzt. Dabei hielt der verachtete Bruder Lord Norton Springgrove eine versöhnliche Rede über seinen Bruder, sowie die vergangene, unbeschwerte Jugendzeit. Ser Maron verkraftete dies letzten Endes nicht und suchte Trost bei einem nächtlichen Ritt durch die Wälder. Auch Nymeria Rivers litt weiter an den psychischen Folgen der Schlacht und dem Tod ihres Onkels. Im Anschluss an die Trauerfeierlichkeiten wurde Ser Robin zeremoniell zum Lord des Hauses Ravenroot erhoben und erneuerte die Eide mit seinem Lehnsherren, sowie seinen Untertanen.

Als dies getan war, begann der eigentliche Kriegsrat, wo beschlossen werden sollte, wie sich dieser Teil der Flusslande der Ironborninvasion erwehren sollte. Erschwert wurde dies durch die, zuvor nicht informierten, Springgrove, Farbloom und Treewell. Diese vermuteten einen Komplott der Ravenroots, nachdem zuvor bereits auf dem Turnier von Blackrock Castle zahlreiche schockierende Ereignisse die Festivitäten überschatteten. Die damalige Abwesenheit von Lord Rickard, sowie der stürmische Aufbruch der Fetchboroughs und ihr Fehlen bei der Trauerfeier ließen sogar den Schluss zu, dass die Ravenroots ihrerseits einen Überfall auf ihre Nachbarn geführt hatten. Die Präsentation des Ironborngefangenen konnte diese Zweifel zwar ausräumen. Doch hatte Lord Norton bereits auf dem Turnier angekündigt, im Falle einer Ironbornracheaktion nicht das Leben seiner Untertanen riskieren zu wollen, wenn dies durch Ruhmsucht und Schmeichelei hervorgerufen worden war. Die Gespräche erwiesen sich als zäh und die anwesenden Lords glänzten allesamt mit ihrem Charisma, doch konnten letztendlich Lord Robin und Lord Tyren den jungen Ser Edmure Tully von ihrer Sicht der Dinge überzeugen. Dieser erklärte sich mit den Plänen der Ravenroots einverstanden und würde ein Heer zusammenstellen, während die direkt Betroffenen autonom eine erste Verteidigung organisierten. Ausgehend davon, dass die Ironborn vermutlich einen direkten Angriff auf Ravenroot Hall führen würden, beruhte der Plan darauf die Ländereien der Moorlands mit den Truppen der Häuser Westwood, Farbloom und Treewell zu verstärken und mittels Strohpuppen und Lagerfeuern ein großes Heer zu imitieren. Die Truppen der Ravenroots, Springgroves, Blackrocks und Longhours würden sich indes in den unwegsamen Sümpfen verschanzen, das Gelände zu ihrem Vorteil nutzen und die zahlenmäßig überlegenen Angreifer verlangsamen. Die Truppen von Haus Moorland und der anderen Häuser würden in einem günstigen Moment die feindlichen Nachschublinien und die angelandeten Schiffe angreifen. Schließlich würde Ser Edmure an der Spitze eines Heers zurückkehren und den Ironborn in den Rücken fallen. Um die Erfolgswahrscheinlichkeit des Plans zu steigern, würden die Ravenroots ihren Gefangenen zu einer Scheinexekution führen, ihn mit falschen Informationen versorgen und eine Flucht ermöglichen.

Nach Beschluss des Plans wurden die Gespräche vorerst unterbrochen. In einer ruhigen Minute erklärte Ser Kevan, dass er von den Zwistigkeiten zwischen Rhiannon und Ser Leon wüsste und wünschte, dass diese beigelegt würden. Aufgrund der schwierigen Charaktere der Beteiligten konnte das Problem zwar nicht direkt gelöst werden, doch wurde beschlossen, dass Ser Leon mit seinen zwanzig Reitern die Truppen der Ravenroots unterstützen würde, sofern Rhiannon unter seinem Kommando kämpfte.

Während einer Unterbrechung der Gespräche belauschten die Ravenroots eine Unterhaltung zwischen Lady Treewell und Lord Westwood, aus der hervorging, dass diese den Tod von Ser Gerald Orlych und die späteren Ereignisse als äußerst “merkwürdige Zufälle” empfindet, ebenso wie die bevorzugte Behandlung von Lord Tyren Moorland durch die Ravenroots. Sie vermutet ein Komplott und heimliche Verbandelungen zum Nachteil ihres Sohnes.

In einer weiteren Unterredung gab Lord Robin sein Ehrenwort an Lord Westwood, dass an “diversen Gerüchten” über Ruhmsucht und dergleichen, nichts dran sei. Lord Westwood zeigte sich dabei recht verschlossen, und warf die philosophische Frage nach dem Sinn von Geschenken, Ehre und Anerkennung auf. Diese Fragen blieben nach dem Dialog offen.

Nach Fortsetzung des Kriegsrats tat Ser Edmure seine Besorgnis über den mangelnden Zusammenhalt in diesem Teil der Flusslande kund. Er schlug den Austausch von Mitgliedern der jeweiligen Familien vor, was jedoch von den Anwesenden diplomatisch abgelehnt wurde. Bevor die Situation eskalieren konnte, bot Ser Damian den Schutz aller Interessenten und der Gemeinen unter dem Dach von Blackrock Castle an. Als langfristige Lösung für dieses Problem wünschte sich Ser Edmure schließlich Ehen zwischen den Häusern, und empfahl sogleich Rhiannon mit Lord Farbloom, Lord Robin mit einem der Longhourgeschwister, Lord Moorland mit Lady Treewell und Lady Roslin mit Ser Hendry Westwood zu verheiraten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Verbindungen zustandekommen, doch spätestens nach geschlagener Schlacht solle diese Aufgabe bewusst angegangen werden.

Am nächsten Morgen verabschiedete sich Lord Moorland als Erster um seine Ländereien zu verteidigen und erneuerte seine zuvor ausgestelle Einladung, sofern sie alle diese Schlacht überleben würden. Die Gesamtsituation überblickend, fragte Lord Robin im Anschluss Ser Edmure, ob dieser eine Heirat zwischen Lady Roslin und Lord Robin gutheißen würde, was dieser bestätigte. Ser Edmure ritt sogleich gen Süden, um seine Truppen dort zu versammeln, und auch die anderen Gäste empfahlen sich.

Die Ravenroots beschlossen nach kurzer Beratung, Lord Robin sofort zu Lord Moorland reisen zu lassen, um eine Heirat zwischen den Häusern zu arrangieren. Nymeria würde mit ihren Schmugglern die Scheinexekution stören und den Gefangenen befreien, um diesen an dessen Vater zu verkaufen. Ser Makes würde gen Süden reiten, um erwartete Lannistertruppen aufzusammeln, die Richtung Blackrock Castle marschieren sollten, um ihn aus seiner damaligen Gefangenschaft zu befreien. Ser Marons Plan gen Blackrock Castle zu reisen, um dort die Lage auszukundschaften und Lord Blackrock für die Schlacht zu gewinnen (und somit für Lord Robins Komplott vorzubereiten), wurde bestärkt, als Otto aus seiner Unterkunft hervorkam. Zwar ließ er das wertvolle Buch fallen, doch konnten die Ravenroots ein letztes Gedicht über Mael, den Blender, zusammensetzen und gemeinsam mit Ottos Wissen, traten drängende Fragen in ihr Bewusstsein. Wenn die Tidebreakers bereits vor Jahrzehnten, zu Maelars Zeiten, von einer Koalition aus den Flusslanden besiegt wurden, wenn die Ravenroots zu dieser Zeit drei männliche Geschwister hatten und die Gedicht von einem Bruderzwist reden, und das Haus Bloodgaze erst vor einigen Jahrzehnten auf den Iron Islands in Erscheinung traten:

Ist Lord Bloodgaze dann ein Nachfahre eines der Ravenroot-Brüder?

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Interregnum
Akt II

In Folge der Schlacht, machten sich die Überlebenden daran ihre Verwundeten zu pflegen und die Toten zu betrauern. Lord Willem Fetchborough überreichte als Dank für ihre Rettung den Ravenroots den alten Dolch seines verstorbenen Vaters, ein Exemplar aus valyrischem Stahl, mit vier Zierkerben in der Klinge.

Ein Verhör des gefangengenommenen Ironborn-Kommandanten Rypere Tidebreaker verlief äußerst schmerzhaft. Erst als dem bereits Verwundeten von Lord Robin von Ravenroot der kleine Finger der linken Hand abgeschnitten und mit einem glühenden Eisen die Wunde verschlossen wurde, offenbarte dieser, dass in den nächsten zwei bis vier Wochen noch weitere zwei- bis viertausend Eisenmänner anlanden würden, während sein Vater, Lord Halfdan Tidebreaker, ein gefürchteter Ironborn-Krieger, einen Brückenkopf bilden sollte. Die Streitkräfte werden wohl von Lord Bloodgaze, einem hohen Ironbornadligen angeführt, nachdem dieser von Sigrin Ironskull dem Jüngeren, Sohn des von den Ravenroots erschlagenen Sigrin Ironskull, um Hilfe gebeten wurde.

Von diesen Aussichten erschüttert, beschloss Lord Willem Fetchborough mit seinen ihm verbliebenen Kämpfern in die Wälder zu ziehen, um dort Schutz zu suchen, während sein unbewaffnetes Gefolge Zuflucht bei den Ravenroots finden würde. Die gefangenen Ironbornkrieger wurden, entgegen ihres Glaubens und ihrer Flehen, am Waldrand aufgeknüpft, außerhalb der Sichtweite des Meeres. Ihr Kommandant wurde nach Ravenroot Hall gebracht.

Noch vor Aufbruch gen Heimat entsanden die Ravenroots Raben, mit der Kunde vom Angriff der Ironborn, an Lord Tyren Moorland und Ser Damian Blackrock.

Auf der letzten Wegstunde wurden die Ravenroots von ihrem Hauptmann Thorren Flint und den Dornischen begrüßt und eskortiert. Thorren berichtete von einer großen Gruppe berittener Ironbornkrieger, die Anstalten machten Ravenroot Hall anzugreifen, letztendlich aber von einem Angriff absahen, als sie merkten, dass die Palisaden voll bemannt waren. Ihr Anführer wurde als großer und breiter Krieger beschrieben.

In der Halle selbst angekommen, stellten die Ravenroots fest, dass bereits ein Gast anwesend war: Tristan Stone, ein Vertrauter von Lord Tyren Moorland. Er überbrachte eine offizielle Einladung zu einem Treffen auf Shore Eye, dem Turm seines Lords, sowie, als Geschenk, eine gut geschmiedete Hellebarde. Auf den Regierungswechsel im Sumpf und die bald folgenden Zeremonien angesprochen, konnte Tristan die Anwesenheit seines Lords noch nicht zusichern, da dieser mit Piraterie an seiner Küste zu kämpfen habe. Nach Beendigung des Treffens, wurde Tristan wieder an den Rand des Sumpfes eskortiert.

Robin und Rhiannon Ravenroot machten sich an die Aufgabe ihrer Mutter die traurige Nachricht vom Dahinscheiden ihres Mannes zu überbringen. Ser Maron hingegen begann sich, zusammen mit Maester Pygmalion, um den anstehenden Briefverkehr zu kümmern und lud die angrenzenden Lords, sowie seinen Lehnsherren Ser Edmure Tully und seinen alten Waffengefährten Tywin Lannister zur Trauerfeier des Ebers und Einsetzung von Robin Ravenroot als Lord des Sumpfes, sowie zum Kriegsrat ein. Auch sein verhasster Bruder Lord Norton Springgrove erhielt eine Einladung zur Trauerfeier, doch wurde ihm geschickterweise der anschließende Kriegsrat verheimlicht. Als angenehme Ablenkung entpuppte sich hingegen ein persönlicher Brief von Lady Lysa Blackrock, die unter anderem von der schweren Genesung ihres Mannes kündete. Und während sich Rhiannon von Thorwin, dem Plättner eine neue, angepasste Brustplatte geben ließ, präsentierte der Stammbaumforscher Otto eine neue Geschichte aus der Zeit von Mael dem Blender.

Alle Weichen für das Interregnum waren gestellt, die Einladungen ausgesprochen, die Kriegsvorbereitungen begonnen. Doch wurden die Ravenroots wieder jäh aus ihrer Produktivität gerissen, als ein vollkommen ratloser Wachmann verkündete, dass sich der, auf dem Turnier gefangene, braavosische Deserteur in seiner Zelle erhängt hatte.

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Die Schlacht von Tranquillity Motte
Akt II

Die Ravenroots fassten einen tollkühnen Plan um ihren Lord zu befreien und gleichzeitig ihren Verbündeten beizustehen. Nymeria Rivers und ihre Scouts sollten das Lager der Ironborn überfallen und Lord Rickard befreien. Nach getaener Arbeit sollten sie das Lager in Brand stecken und sich zurückziehen. Die Flammen wären das Signal für einen Angriff der verbliebenen Ravenroot Streitkräfte die Belagerer der Fetchboroughfeste anzugreifen.
Doch wie so oft erwies sich das alte Sprichwort, das kein Plan den Feindkontakt überlebt, als wahr. Nymeria gelang es zwar unbemerkt in das Lager und bis zu Lord Rickard vorzudringen, doch als die anderen Gefangenen ihrer gewahr wurden veranstalteten sie einen schrecklichen Radau. Ein verzweifelter Ironbornpriester, vom Schlachtenlärm aufgeschreckt nahm den Lord als Geisel und bedrohte sein Leben mit einem Messer. Da die Zeit drängte gab Nymeria den Befehl den Priester zu erschiessen. Dieser starb, nicht jedoch ohne Lord Rickard eine schwere Wunde am Hals beizubringen.
Während die verbliebenen Kundschafter über die restlichen Ironborn herfielen und das Lager in Brand setzten, eilte Nymeria den Lord zum Feldlager und den Heilkünsten des Maesters zurückzubringen.
Als die Truppen unter Führung von Ser Maron Ravenroot den Rauch erblickten gingen sie zum angriff auf das Belagerungsheer über. Beinahe gleichzeitig brach ein schrecklicher Wolkenbruch los der die Wiesen um die Feste des Hauses Fetchborough innerhalb von Sekunden durchweichte. So wurde aus dem geordneten Zusammenprall zweier Heere eine wüste Prügelei im Matsch, in dessen Verlauf sich die beiden Ravenroot Geschwister zu den Anführern des feindlichen eerhaufens durchschlugen und sie niedermetzelten.
Gleichzeitig versuchte eine kleinere Gruppe Eisenmänner das Lager der Ravenroots zu überfallen und die schutzlosen Verwundeten zu massakrieren. Die zur Verteidigung abgestellten Bauern waren kurz davor die Beine in die Hand zu nehmen und die Verwundeten ihrem Schicksal zu überlassen. Doch der furchtlose Makes Lannister sah die Not der hilflosen und lenkte die Schurken ab in dem er sie aufs übelste Beschimpfte. Als er ihnen dann auch noch den nackten Hintern präsentierte gab es unter den Eienmännern kein halten mehr und wie ein Mann stürmten sie ihm hinterher. Makes gab Fersengeld und rannte auf die Bogenschützen das Hauses Ravenroot zu. Das Landwehr Regiment, unter der Führung von Jonothor Fetchborough, nahm nach eindrücklicher Schelte von Maester Pygmalion die Verfolgung auf. So trafen Bogenschützen, Fetchboroughs und Eisenmänner in einer wilden Prügelei aufeinander.
Währenddessen hatten die Infanteristen ihre unmittelbaren Gegner niedergekämpft und griffen ebenfalls in den Kampf ein. Die Eisenmänner wurden schnell vernichtend geschlagen und die Ravenroots nutzten die Kampfpause um sich neu zu formieren.
Währenddessen traf Nymeria Rivers im Lager ein und brachte den schwer verletzten Lord zu Maester Pygmalion. Dieser nahm die Gelegenheit wahr und beseitigte eine schwäche in seinem adoptierten Haus. Lord rickard blutete aus und der Maester unternah nichts um dies zu verhindern.
Nymeria kehrte mit den falschen wehklagen des Maesters in den Ohren zur Schlacht zurück, traf aber auf dem rückweg auf den Bären, der die Fetchboroughs schon einmal auf mysteriöse weise unterstützt hatte. Dieser wies ihr einen geheimen Weg in die Festung.
Gleichzeitig machten sich die siegreichen Truppen der Ravenroots bereit für die Finale Konfrontation mit den Ironborn. Diese hatten aber noch einen Trumpf im Ärmel: einen leibhaftigen riesen den sie gegen die Burg trieben. gezielter Pfeilbeschuss der Fetchboroughs tötete die Führer des riesen, doch dieser gereit in einen Kampfrausch und zerschmetterte die tore der Motte. Während die Truppen der Ironborn und der Flusslande aufeinander prallten, gelang es Makes Lannister, den Ravenroot Geschwistern und Ser Jonothor Die Linien der Ironborn zu durchbrechen. Zwischen ihnen und der schwer bedrängten Garnison des Hauses Fetchborough befanden sich nur noch eine kleine Gruppe ungepanzerter Eisenmänner. Diese erwiesen sich aber als größere Herausforderung als erwartet, da sie in einen Berserkerrausch verfielen und fürchterlich mit ihren Äxten wüteten. Ser Jonothor ging schwer verwundet zu Boden und Makes ergriff nach einem schweren Treffer die Flucht. Nur der schwer verwundete Robin und seine Schwester schafften es in den Innenhof. dort trafen sie zusammen mit ihrer Cousine auf den vor schmerz wahnsinnigen Riesen den sie nach hartem Kampf bezwangen.
Die Schlacht war gewonnen, doch der Preis war hoch: die Fetchboroughs hatten so manchen Verlust zu beklagen, unter ihnen den alten Lord Fetchborough, und als Ravenroots vom tode ihres eigenen Lords hörten war die Trauer für sie beinahe zu viel. Während Ser Maron über dem Leichnam seines gefallenen Bruders betete, Robin versuchte keinerlei Gefühle zu zeigen doch dann zu seiner weinenden Schwester hinüberging und sie umarmte, saß Makes in einer Ecke des Zeltes und versuchte das geschehene zu verarbeiten. Und so endete dieses Kapitel des Hauses Ravenroot, ein alter Lord verging und ein neuer nahm das Schicksal des Hauses in die Hand.

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Fischgeruch
Akt II

Mit dem Ende des Turniers kehrten die Ravenroots in ihren heimatlichen Sumpf zurück. Ihre Reise wurde dabei durch die schweren Verletzungen von Ser Robin verzögert, doch durch die Hilfe von Maester Pygmalion konnte ein gefährlicher Wundbrand verhindert werden. Zurück in Ravenroot Hall mussten die Heimkehrer feststellen, dass das heimatliche Dorf beinahe verlassen war. Wo früher das Leben im Sumpf pulsierte, hausierten nur noch einige Sumpfbauern und die Elitegardisten des Hauses: Lord Rickard Ravenroot war mit seinen Truppen gen Westen abgezogen. Sein Frau, Lady Branwen Ravenroot, war machtlos gegen seinen wiedergekehrten Starrsinn und seine Entschlossenheit, und die Truppen wagten es nicht, die Befehle des Hausherren in Frage zu stellen.

Während sich die Ravenroots nun also auf einen schnellen Aufbruch vorbereiteten, zeigte ihnen ihr Archivar Otto stolz seine neueste Entdeckung: Weitere geheime Gänge in den Katakomben unterhalb der Halle. Er führte die jungen Ravenroots durch ein Gewirr von kalten, nassen und überfluteten Gängen in ein Gewölbe, das womöglich als Grabstätte genutzt worden war und zeigte ein vermeintliches Grab, auf dem fast unleserlich von einem Ravenroot die Rede war. Otto datierte die Inschrift auf etwa 70 bis 100 Jahre und unter gemeinsamen Anstrengungen öffneten die Neugierigen das Grab. Innen fanden sie, neben einer alten, eingewickelten Leiche, einen schlichten, doch wertvollen valyrischen Stahldolch, aus der Zeit von Maelar Ravenroot. Sie beschlossen den Dolch an den Lord des Hauses zu übergeben.

Noch vor Einbruch der Nacht, brachen die Ravenroots und ihr Gast Ser Jonothor Fetchborough erneut auf, diesmal ohne jegliche hinderliche Eskorte, nur mit der üblichen Ausrüstung, Pferden und Ersatzpferden ausgestattet. Schon bald als sie die westliche Grenze zum Territorium von Haus Fetchborough überquerten fanden sie mehrere geplünderte Gehöfte: Die Gebäude mitsamt ihren Bewohnern verbrannt, Flüchtlinge erschlagen und zurück ins Haus gezerrt, die Pferde gestohlen. Schnell beschlossen sie weiter zum Stammsitz von Haus Fetchborough zu reiten, in der Hoffnung Lord Rickard dort wiederzufinden und als Täter ausschließen zu können. Es dauerte nicht lange, bis sie Teile ihrer Truppen wiederfanden und auf versprengte Fetchboroughlandwehr trafen. Sie hatten ein Lager, unweit der Motte der Fetchboroughs, aufgeschlagen, während Lord Rickard die Späher begleitete. Bald kehrten flüchtende Späher ins Lager zurück, mit gravierenden Neuigkeiten: Ironborn waren an der Küste angelandet, ihre genaue Stärke ungewiss, doch mit mindestens 250 Mann, unter dem Banner einer türkisen Seeschlange auf dunkelblauem Grund. Sie belagerten den Sitz der Fetchboroughs, als Lord Rodrick Fetchborough mithilfe von wenigen Gardisten und einem Bären durch die feindlichen Linien brach und auf seinen Stammsitz zurückkehrte. Die Lage ausnutzend, und unter Erwartung eines Ausfalls, griff Lord Rickard die Ironborn an, tötete einen Teil der Angreifer, wurde aber doch von der Übermacht gefangengenommen und verschleppt.

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Das Turnier von Blackrock Castle
Akt I

Als die Ravenroots schließlich bei Blackrock Castle ankamen, ahnten sie nicht, welch schwerwiegenden Ereignisse ihnen noch bevorstanden: Hier würden sich die wichtigen und weniger wichtigen Herren des Flusses treffen und so manches Schicksal entschieden werden. Es war das Namenstagsturnier von Lord Steffon Blackrock.

Zuvor waren die Ravenroots an ihrem sumpfigen Stammsitz von ihrem Stammbaumforscher und Archivar Otto gebeten worden, ihm bei seinen Recherchen behilflich zu sein: Marons Großvater und Urgroßvatergeneration war erstaunlich schlecht dokumentiert worden, und insbesondere über Maelar Ravenroot gab es kaum sachdienliche Zeugnisse. Doch kannten die Flusslande eine möglicherweise fiktive Figur namens Mael, dem Blender und jede gute Geschichte basierte bekanntlich auf wahren Begebenheiten. Ein großes Turnier wie dieses lockte allerlei Menschenschlag an, und von den anreisenden Barden erhoffte sich der alte Forscher einige neue Erkenntnisse.

Für die Ravenroots waren, neben einigen treuen Dienern und Gardisten, Robin Ravenroot, Rhiannon Ravenroot, Ser Maron Ravenroot und seine dornischen Ritter, Nymeria Rivers, sowie ihr Waffenmeister Thorren Flint und ihr Mündel Makes Lannister gekommen. Doch auch die umliegenden Häuser sandten ehrenwerte Damen und Herren, um sie zu vertreten:

Das Spektakel begann mit einem Eröffnungsgelage und sollte am nächsten Tag mit dem Tjosten der Niederen Ränge und Heckenritter beginnen. Am nächsten Tag sollte die Hauptrunde mit den Hohen Lords und den qualifizierten Teilnehmern der Vorrunde stattfinden. Der letzte Tag würde mit einem großen Buhurt, dem Finale des Tjostens und einem großen Endgelage beschlossen werden.
Dem Sieger wurden, neben Glanz, Glorie und Gold, auch ein vorzügliches anderthalbhändiges Schwert vom Waffenschmied der Springgroves ausgelobt: Die Klinge war aus exzellentem Stahl, doch trotzdem glichen Griff und Verzierungen Bloodbeak, dem alten valyrischen Schwert der Ravenroots.

Es versprach ein schönes Turnier zu werden, doch wie die Götter so wollten, so trieben sie auch dieses Mal ein Spiel mit den Sterblichen.

Gleich beim Eröffnungsessen entkam Rhiannon einem Giftanschlag, nachdem Ser Jonothor sie durch eine Eingebung warnte. Stattdessen fiel ein angesehener Diener der Springgroves einer Vergiftung durch Wolfbane zum Opfer, die Edric Springgrove als Angriff der Ravenroots zu deklarieren versuchte. Unter Androhung eines Duells zog er seine Behauptung zurück. Die Präsentation des eroberten Blackrockschilds erntete den Ravenroots den Respekt des Hausherren, doch Lord Norton tadelte seinen Bruder für dessen Kurzsichtigkeit: Sollten die Eisenmänner Rache wollen, würde er nicht das Leben von Unschuldigen opfern, um die Geltungssucht der Ravenroots zu belohnen.

Der folgende Turniertag war geprägt von vielen mysteriösen Teilnehmern, die jedoch allesamt enttarnt werden konnten, doch zwei Teilnehmer stachen durch ihr Vordringen in die Hauptrunde hervor: Der Schwarze Ritter und ein Ritter mit dem Wappen eines Adlers, der eine Schlange in seinen Klauen trägt. Hinter den Kulissen wurden allerlei Wetten abgeschlossen (wo Makes Lannister profitierte) und ein inoffizielles Bogenschießturnier veranstaltet (was Ser Jonothor gewann). Die Stimmung war gut und die Anwesenden und Wettquoten waren allesamt der Meinung, dass der Turniersieg Ser Gerald Orlych gehören würde.

Auch diese Nacht war alles andere als ruhig: Nymeria Rivers wurde während eines nächtlichen Spaziergangs von Unbekannten verprügelt und nur durch ein schnelles Eingreifen von Rhiannon entkam sie beinahe unverletzt. Auch der Attentäter, seine Hände gerötet, wie nach dem Hantieren mit Wolfsbann, konnte fliehen, doch sein Komplize wurde gefasst und konnte die vermeintliche Identität des Täters bestätigen: Marek Blackrock, seines Zeichens Knappe bei Lord Norton Springgrove. Beinahe wäre es erneut zu einer Fehde gekommen, nur Ser Damian Blackrocks Besonnenheit konnte die Wut der Ravenroots zügeln.

Die Hauptrunde des Tjostens wurde von Ser Edmure Tully und dem mysteriösen Adlerritter eröffnet, die Letzterer mühelos für sich gewann. Auch Ser Maron und der Schwarze Ritter gewannen ihre jeweiligen Runden, während Thorren Flint sich Ser Gerald Orlych nach hartem Kampf geschlagen geben musste. Inmitten der Kämpfe machte Makes Lannister ein bekanntes Gesicht in der Menge aus: Marek Blackrock. Er beschloss schnell zu handeln und den jungen Knappen festzusetzen. Entkommen konnte ihm dieser nicht, doch stolperten beide den Hang Richtung Turnierfeld hinunter, wobei Marek vom Pferd eines Heckenritters erfasst und totgetrampelt wurde.

Auch Robin Ravenroot hatte kein Glück. Nachdem er sich zunächst nach fulminantem Kampf einer von Marons dornischen Reiterinnen geschlagen geben musste, konnte er zunächst vom Ausstieg des trauernden Damian Blackrock profitieren. Prompt musste er gegen den favorisierten Ser Gerald Orlych antreten, und entschied diesen Kampf auf tragische Weise für sich: Unbekannte hatten seine Turnierlanze mit einem scharfen Exemplar ausgetauscht, wodurch Ser Gerald im vollen Galopp aufgespießt und getötet wurde.

Lord Blackrocks Wut hätte Makes Lannister beinahe seine Unversehrtheit gekostet, und nur Robins und später Leons Fürsprache konnten ihn vor Schlimmeren bewahren. Robin hingegen konnte die Ansichten des alten Kriegers nicht teilen und beleidigte diesen aufs Gröbste. Beinahe wäre es zum Duell gekommen, doch nach Einschreiten von Ser Maron und Ser Damian einigte man sich darauf, sich öffentlich zu versöhnen und die Wut im Buhurt auszulassen.

Das Tjosten hingegen wurde fortgesetzt, um das anwesende Volk nicht zu verstimmen. So kam es, dass Ser Robin gegen seinen Onkel Lord Norton Springgrove antreten musste, und diesem knapp unterlag. Der Schwarze Ritter konnte Rhiannons Nemesis, Leon Lannister, in einem sehenswerten Kampf besiegen, nachdem zuvor Maester Pygmalion und Makes mit den anwesenden Barden einen Spottgesang gegen den stolzen Lannister aufführten. Ser Maron kämpfte indes gegen den anderen geheimnisvollen Ritter mit dem Adler- und Schlangen-Wappen und besiegte ihn. Der Unbekannte nahm daraufhin selbst seinen Helm ab und enttarnte sich auf eigenen Wunsch: Es war Lord Tyren Moorland. So kam es, dass Ser Maron anschließend gegen seine eigene Schülerin in der schwarzen Rüstung antreten musste. In einem sehenswerten Kampf mit vierzehn Lanzengängen unterlag er seiner Nichte. Als er ihre Identität erkannte war jedoch jede Verärgerung verschwunden und er freute sich, dass doch noch ein Ravenroot würde Lord Norton düpieren können.

Das Gelage am Abend verlief recht ereignislos. Nur der alte Fetchborough ließ wie üblich seine Hühnchenknochen fallen. Und erblasste. Am nächsten Morgen waren er, sein Sohn und das Gefolge bereits abgereist und nur der jüngste, Ser Jonothor war übrig geblieben, um die Familie zu vertreten.

An diesem Tag sollte auch der Buhurt stattfinden, von einigen auch “die große Keilerei” genannt. Die bei den Blackrocks vorgestellte Variante nannte sich “König des Hügels” und Ziel der beiden Mannschaften war es, einen ihrer Teilnehmer lange genug auf einer kleinen Plattform inmitten eines Wassergrabens zu postieren. Der Veranstalter schaffte es tatsächlich die Mannschaften so zu organisieren, dass letzten Endes ein Verbund von Ravenroots, Lannisters und Dornischer gegen einen Trupp der Blackrocks, verstärkt durch Byron Rivers und Jon Longhour antrat. Ser Robin Ravenroot und Lord Steffon Blackrock machten Buhurt zu ihrer Bühne, um ein persönliches Duell auszutragen. Mit Einsatz seines gesamten, diskussionswürdigen Könnens, besiegte Ser Robin den alten, einarmigen Lord Blackrock, der, entgegen allen Gepflogenheiten, solange kämpfte, bis er mit schweren Verletzungen das Feld räumen musste. Indes machte Makes Lannister großen Eindruck auf alle die ihn kannten, als er sich persönlich auf Jon Longhour stürzte. Letzten Endes musste er sich zwar geschlagen geben, da die Brigandine des jungen Lords sich als undurchdringbar erwies, doch erntete er großes Lob von seiner Gastfamilie und seinem Vetter. Dieser hatte in der Zwischenzeit gemeinsam mit Thorren Flint den gefürchteten Redhammer besiegt, was beiden Ruhm und Anerkennung brachte. Fast untergegangen ist hingegen die souveräne Vorstellung von Ser Maron Ravenroot, der eigenhändig vier Blackrock-Gardisten aus dem Buhurt ausscheiden ließ und Byron Rivers im letzten Moment am Sieg hinderte. In diesem Moment wurde der Buhurt zugunsten der Ravenroots entschieden und jeder Teilnehmer ihrer Mannschaft wurde mit Anerkennung und einem glitzernden Golddrachen beglückwünscht.

In einer kurzen Erholungspause erhielt Ser Maron von Lady Lysa Blackrock ein wenig bekanntes Buch, aus dem sie ihrem verstorbenen Sohn immer vorlas: Geschichten und Erzählungen aus den Flusslanden
Auf Bitten der Lady, beschloss der alte Ritter mithilfe seines Maesters noch das Lesen zu lernen, und ihr so bald wie möglich zu schreiben, welche Geschichte ihn am meisten inspirierte.

Anschließend stand das Finale des Tjostes an: Der geheimnisvolle Schwarze Ritter gegen den edlen Lord Norton Springgrove. So wurde alles vorbereitet. Die Teilnehmer rüsteten sich, das Turnierfeld nochmal gesäubert und der Hauptpreis in einem bewachten Zelt hinter der Tribüne deponiert. Alles war bereit, bis plötzlich Nymeria Rivers und, von ihr gewarnt, Ser Maron Ravenroot ein sich schnell vergrößerndes Feuer im Zuschauerbereich, auf der anderen Seite des Turnierfeldes, bemerkten.

Es zeigte sich, dass Brandstifung im Spiel war. Ser Maron machte sich sofort auf die Suche nach dem Täter und ertappte ihn auf frischer Tat. Entschlossen überwältigte er den Fremden, der dem Äußeren nach aus Braavos stammen musste und ließ ihn in der nahen Burg als seinen Gefangenen einkerkern. In der Zwischenzeit griff das Feuer weiter um sich. Das Publikum ergriff schreiend die Flucht, die Blackrock-Gardisten versuchten unter Führung von Ser Damian die Ordnung wiederherzustellen. Das Finale des Tjostes wurde kurzerhand verschoben. Die Lage war chaotisch, doch nicht hoffnungslos, als Nymeria plötzlich Geräusche aus dem Schatten der Tribüne vernahm. Schnell sprang sie auf der anderen Seite hinunter und sah, wie eine Person in ein Zelt gezogen wurde: Das Zelt, in dem die Blackrocks den Turnierpreis bewachten. Vorsichtig versuchte sie sich ein Bild von der Situation zu machen und erkannte, dass vier Unbekannte in Blackrock-Wappenröcken und einer Kiste das Zelt verließen. Mutig stellte Nymeria die Fremden zur Rede. Eingeschüchtert von ihrer Entschlossenheit ließen die Räuber ihre Tarnung fallen, wähnten sich aber im Vorteil. Der Anführer der Männer, allesamt Braavosi, zog seine Waffen und griff die Bastardin an, wobei er ihrem Armbrustbolzen souverän auswich. Einer seiner Komplizen gab ihm Rückendeckung, während die beiden anderen mit der Truhe flohen.

Doch Ser Robin war seiner Cousine heimlich gefolgt und griff, für die Fremden überraschend, in den Kampf ein. Er zog die Aufmerksamkeit des Anführers auf sich und ermöglichte es Nymeria die anderen zu verfolgen. Es kam zu einem herausfordenden Kampf, bei dem Ser Robin ausgiebig das Blackrockzelt als Ablenkung nutzte, während der Braavosianführer von seiner hohen Beweglichkeit Gebrauch machte. Beide waren schon schwer verletzt, als plötzlich der Schwarze Ritter in den Kampf eingriff und den flankierenden Komplizen mit einer Turnierlanze fällte. Seines Vorteils beraubt, in einer aussichtslosen Situation, ergriff der Braavosianführer die Flucht, aber konnte dem Schwert des Schwarzen Ritters nicht entkommen. Sein Schädel wurde vom Schwert des Reiters zerschmettert. Ser Robin versorgte den niedergerittenen Räuber notdürftig und ließ ihn in sein Lager bringen, vermutete er doch, dass dieser Mann für Moorland arbeiten würde.

In der Zwischenzeit beobachteten Nymeria und Makes, wie die Braavosi mit der Truhe vor einem Trupp von Lord Moorland anhielten und von Byron Rivers kurzerhand erschlagen wurden. Nachdem sich die Situation etwas entspannt hatte, übergab Lord Moorland die Truhe an den Erben von Blackrock Castle und entschuldigte sich dafür, die Deserteure aus seiner Truppe auf dem Land der Blackrocks zur Rechenschaft gezogen zu haben. In einem vertraulichen Gespräch zwischen Ser Robin und Lord Tyren kam es beinahe zum Streit, doch einigte man sich darauf den gefangenen Deserteur gegen Gold auszuliefern und weitere ernsthafte Gespräch auf Lord Moorlands Turm zu führen.

Nachdem die Situation bereingt war, konnte letztlich das Finale des Turniers stattfinden. Und so ritt der Schwarze Ritter gegen Lord Norton Springgrove. In einem sehenswerten Duell konnte sich der Schwarze Ritter letztlich durchsetzen, und erhielt unter großem Jubel von Ser Edmure Tully das versprochene Bastardschwert und zehn Golddrachen, sowie weitere Kostbarkeiten zum Ruhme seines Hauses. Und unter noch viel größerem Jubel und Verwirrung, gab sich der Schwarze Ritter endlich zu erkennen:

Rhiannon Ravenroot war die Siegerin des Turniers von Blackrock Castle, zu Ehren des Namenstages von Lord Steffon Blackrock.

Beim abschließenden Festessen wurde auf das Wohl der Teilnehmer und Sieger angestoßen und feierlich verkündet, dass, mit dem Segen des gnädigen Ser Edmure Tully, eine neue Verbindung zwischen den Häusern Blackrock und Springgrove geknüpft werden sollte. Und so wurde die liebliche, schüchterne Elena Blackrock an Edric Springgrove versprochen und ihre Heirat würde in einem Jahr auf Swans Nest vollzogen werden. Während der Saal anerkennend klatschte, verließ Lord Tyren Moorland unverrichteterweise den Festsaal und brach sofort auf. Nur Ser Jonothor Fetchborough nickte verstehend. Zum Abschluss mischte sich Ser Robin in die Reihe der Gratulanten und richtete der jungen Frau aus, dass, egal was in Zukunft passieren würde, würde sie im Kreise der Ravenroots immer willkommen und sicher sein.

Nach vier intensiven und aufregenden Tagen, machte sich das Haus Ravenroot, zusammen mit Ser Jonothor Fetchborough, wieder auf den Weg in Richtung des heimischen und vertrauten Sumpfs. Würden sie dort Ruhe finden?

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Reverse Privateering
Akt I

Nachdem die Ravenroots auf das Turnier von Lord Steffon Blackrock eingeladen wurden, beschlossen sie dem Gastgeber ein ganz besonderes Geschenk mitzubringen: Sein alter Schild den er, mitsamt seines Arms, während der Greyjoy-Rebellion verlor.

Da die Zeit bis zum Turnier knapp war, schickten sie einen Teil ihres Haushalts nach Blackrock Castle und reisten selbst gen Westen Richtung Küste, wo sie bald, im Territorium von Lord Tyren Moorland ein Fischerboot anmieteten und Richtung Skull Island segelten. An diesem sagenumwobenem Ort, wo diverse Überlebende der vergangenen Schlachten gestrandet waren, vermuteten sie Lord Sigrin Ironskull, den Eisenmann der Lord Steffon einst im Kampf besiegt hatte, und dessen Schatz planten sie zu plündern.

Am Ziel angekommen, betraten sie sogleich die lokale Kaschemme “Zum Kotzenden Brecher” und verschafften sie sich einen Überblick. Schnell stellten sie fest, dass die ansässigen Fischer in Angst und Schrecken vor Ironskull und seinen Ironborn lebten. So beschlossen sie die Insel zu befreien und steckten die angelegten Langschiffe in Brand. So abgelenkt entblößten die Ironborn die Halle ihres Herren, sodass die Ravenroots eindringen und Ironskull in einem kurzen Kampf töten konnten. Sie erbeuteten den originallen Schild von Lord Blackrock, sowie eine kleine Truhe mit Eisen- und Silberschmuck und den Kopf des Piratenlords. Seinen Leichnahm markierten sie mit ihrem eigenen Banner, auf dass sich jeder Anwesender Pirat hüte, sich mit den Ravenroots anzulegen.

Unerkannt entkamen sie Skull Island, brachten ihr geliehenes Fischerboot zurück und machten sich auf den Weg nach Blackrock Castle, zum großen Turnier.

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Ein Reiter im Sturm
Akt I

Einige Tage nach den Vorkommnissen um den jungen Marek Blackrock, traf inmitten eines heftigen Sommergewitters ein berittener Bote im Sumpf der Ravenroots ein. Nicht vertraut mit dem schwierigen Terrain, überrascht vom plötzlichen Sturm und angetrieben von der Dringlichkeit seiner Botschaft, verunglückte der junge Mann auf seinem Weg. Sein Pferd brach sich einen Knöchel, stürzte und begrum den Reiter unter sich.

Er wurde von der jagenden Lady Branwen Ravenroot aufgefunden, die ihn sofort versorgte. Bekümmert um die sich verschlechternde Witterung und das lange Fehlen ihrer Lady, brachen sogleiche einige der Ravenroots in den umgebenden Wald auf und leiteten sogleich eine schnelle Rettungsaktion ein, als sie den Verwundeten fanden.

Ryam, wie der junge Reiter hieß, konnte, mitsamt seiner Botschaft, ins Warme der Ravenroot Hall gebracht werden, wo ihm von Maester Pygmalion das Leben gerettet wurde. Sein verletztes Bein hingegen musste ihm leider einige Tage später aufgrund des hohen Blutverlustes und beginnender Gangrän abgenommen werden.

Die Botschaft selbst war eine Einladung für das Namenstagsturnier von Lord Steffon Blackrock, unterschrieben von dessen Sohn Damian. Sogleich beschlossen die Ravenroots am Turnier teilzunehmen und vorher ein angemessenes Geschenk für den Gastgeber aufzutreiben: Seinen verlorenen Schild.

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Der verlorene Bruder
Prolog

Die Ravenroots bereiteten sich, wie schon seit Jahren, auf die Rückeroberung ihrer ehemaligen Ländereien vor, als eines Tages Ser Damian Blackrock, Erbe des Hauses Blackrock bei ihnen auftauchte. Dieser war, wie er ihnen anvertraute, auf der Suche nach seinem verschollenen Bruder Marek, seines Zeichens Knappe bei Lord Norton Springgrove.

Besagter Bruder versuchte sich, mit seiner Geliebten, der Zofe Isabelle, außer Landes zu schmuggeln. Aufgrund seines naiven Vorgehens erweckte er jedoch das Misstrauen der erfahrenen Sumpfschmuggler, welche daraufhin sofort ihre Herrin, Nymeria Rivers, informierten. Diese lotste die beiden Verliebten, unter dem Vorwand sie zu den Booten zu führen, in Richtung von Ravenroot Hall, dem alten Stammsitz der Ravenroots.

Unterdessen begannen die Adeligen eine großangelegte Suchaktion, um den verschollenen Bruder zu finden, und als sich die beiden Gruppen begegneten, dauert es nicht lange um Marek festzusetzen. Nymeria musste allerdings in diesem Moment ihre Tarnung für kurze Zeit aufgeben, wodurch sie zumindest von Ser Maron Ravenroot und den beiden Geliebten erkannt wurde.

Ser Damian bedankte sich bei den Ravenroots für ihre Diskretion mit der vertraulichen Auskunft, dass seine Schwester Elena Blackrock bald mit Edric Springgrove, dem Erben ihres Erzfeindes verlobt werden würde, und schickte weiterhin einige Tage später einen Reiter mit einer wichtigen Botschaft in den Sumpf.

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