Fall and Rise of House Ravenroot

Die Ruhe vor dem Sturm

Akt II

Nachdem zuvor beim Kriegsrat sämtliche Pläne geschmiedet worden waren, und die Ravenroots ausgeritten waren, um individuell die Zeit bis zum Angriff für weitere Vorbereitungen zu nutzen, fand sich Rhiannon Ravenroot zurückgelassen, zusammen mit ihrer Mutter und dem Hauptmann der Wache in Ravenroot Hall wieder.

Thorren Flint konfrontierte sie sogleich mit gewissen Routineaufgaben, die die Aufmerksamkeit und Absegnung eines Lords erfordern: Das Inspizieren und Ausbessern der morschen Palisaden. Der alte Krieger meinte, dass die Palisaden besser bemannt werden könnten, würde man den Kreis kleiner ziehen und die Stämme nur um die Halle selbst stelle würde, doch sah er auch ein, dass dies den Rest des Dorfes schutzlos zurücklassen würde.
Als sich Rhiannon schließlich wieder ihren Waffenübungen widmen wollte, wurde sie sogleich von Otto auf die neuesten Erkenntnisse angesprochen. “Schnell” stellte sich heraus, dass Otto in seiner Jugend einen Bruder Caern kannte, der in einem Kloster an der Küste der Fetchboroughs lebte. Sogleich beschloss Rhiannon dem auf den Grund zu gehen und ritt gen Küste los.

In der Zwischenzeit reisten Ser Maron Ravenroot, Ser Makes Lannister und Maester Pygmalion nach Blackrock Castle. Dort verabschiedete sich der junge Löwe von ihnen und reiste gen Süden, auf der Suche nach den verschwundenen Lannistertruppen, die ihm während des Turniers helfen sollten.
Die Ravenroots betraten ungehindert die Halle der Burg, wo sie von einem verdutzten Damian Blackrock begrüßt wurden. Dieser bot ihnen Speis und Trank, sowie Unterkunft und versprach das Anliegen der Besucher an seinen Vater weiterzuleiten. Doch sei dieser in keiner Verfassung um Gäste empfangen zu können. Nichtsdestotrotz machte sich Maester Pygmalion auf die Suche nach seinem früheren Studienkollegen Maester Braedlyn, um seine Hilfe bei der Genesung von Lord Blackrock anzubieten, doch traf er diesen nicht in seiner Kammer. Stattdessen wurde er zum Gemach des Lords selbst verwiesen, dessen Tür jedoch von seinem Leibwächter Garlan “Redhammer” Rivers blockiert wurde. Der Hüne ließ sich von der Redegewandtheit des zwergwüchsigen Gelehrten nicht beeindrucken. Um seine Ungefährlichkeit zu beweisen, ging der Maester sogar soweit sich zu entblößen, damit der Riese seine Kleidung nach Giften und Waffen durchsuchen könne. Zu diesem Zeitpunkt, angelockt durch das nicht enden wollende Gespräch, öffnete Maester Braedlyn die Tür. Der Anblick Maester Pygmalions verschlug ihm sogleich die Sprache. Schließlich war es jedoch Lord Blackrock selbst, der Pygmalion hereinrief und ihm sogleich ein Gespräch in der großen Halle der Burg anbot. Dort unterhielt sich gerade Ser Maron mit Lady Lysa Blackrock über seine Lesefortschritte und erfuhr außerdem, dass über Redhammers Herkunft kaum etwas bekannt sei. Jedoch hieße es, dass seine Mutter, eine überdurchschnittlich große Frau, wohl einstmal aus dem an die Burg angrenzenden Rockbottom stamme. Schließlich betrat Lord Blackrock die Halle, und es zeigte sich, dass er seit dem Turnier auf eine Krücke angewiesen war und er viel von seinem Stolz verloren hatte. Er hätte eingesehen, dass er endgültig alt geworden sei und die Jugend ihm den Rang abgelaufen hätte. Ser Maron unterbreitete dem alten, kampfesmüden Lord die offizielle Entschuldigung von Lord Robin Ravenroot, für dessen Verhalten auf dem Turnier, und gab sein Bestes um den alten Krieger von einer Rückkehr in die Schlacht, und sei es auch nur der Feldherrenhügel, zu überzeugen. Überrascht nahm Lord Blackrock die Entschuldigung an und versprach zumindest, sich ernsthaft mit dem Anliegen zu beschäftigen.

Währenddessen traf Lord Robin auf Shore Eye ein, wo er Lord Tyren Moorland einen Besuch abstatten wollte. Auf seiner Reise beobachtete, wie die Bauern die Ernte bereits vor der Reife einbrachten und viele von ihnen laufend eingezogen wurden. Unterwegs wurde er Byron Rivers erwartet, der ihn den Rest des Weges eskortierte. Am Turm angekommen, machte sich der junge Lord sogleich an den beschwerlichen Anstieg. Robin stellte fest, dass der Hafen unterhalb des Turms geschlossen und jede verfügbare Anlegestelle belegt war. Oben angekommen, fand Robin nicht nur zahlreiche Garnisonstruppen, sondern auch fremdländisch anmutende Soldaten vor und sogar ein Ingenieursgespann, dass gerade etwas konstruierte. In der äußeren Versammlungshalle, einem rohgezimmerten, schmucklosen Holzbau, empfing Lord Moorland gerade einige Händler und Bauern, die sich über den geschlossen Hafen beschwerten. Lord Moorland versicherte, dass sich um das Problem gekümmert würde und niemand die Händler an ihrer Abfahrt hindern würde, um im selben Moment den Hauptmann der Wache an seine Befehle zu erinnern, jedes Schiff, dass sich vor dem Hafen befände, mit Brandpfeilen zu beschießen. Als der Lord des Turms Robin erkannnte, verlegte er das Gespräch sogleich in den kleineren Hauptsaal seines Turms. Die beiden unterhielten sich ausgiebig über zukünftige Heiratspläne: So ließ Moorland sein Interesse an Rhiannon verlauten, doch musste Robin ihn enttäuschen, dass für seine Schwester bereits andere Pläne vorlägen. Kurzerhand rief Moorland seinen Vertrauten Tristan Stone in den Saal und verkündete, Triston solle dem Frey-Gesandten mitteilen, dass das Angebot (“Meint ihr die mit dem gebärfreudigen Becken, Mylord?” – Tristan Stone) angenommen sei. Daraufhin brachte Robin sein Interesse an Roslin Moorland zum Ausdruck und der Lord des Turms zeigte sich aufgeschlossen. Verpackt in ein Gespräch über Fischer, Investitionen, Hafenexpansionen und (zu hohe) Zölle, offenbarte sich, dass die beiden ähnliche Vorstellungen für die Zukunft hegten. Moorland ließ erkennen, dass er bereit sei entsprechende Experten und Materialien für eine erfolgreiche “Hafenübernahme” zur Verfügung zu stellen. (denn Roslin würde nur in einer ordentlichen Hafenresidenz leben wollen). Er würde natürlich die Hochzeit in Shore Eye, nach der erfolgreichen Abwehr der Ironborn und dem “Erledigen seiner Privatangelegenheiten” durchführen, doch müsse er, um die hohen Auslagen und Sicherheiten für seine Schwester tragen zu können, auf einen Brautpreis von Waren und Gütern im Wert von tausend Golddrachen bestehen. Nach kurzem Bedenken einigten sich die beiden schließlich auf diesen Betrag, und gegenseitige Unterstützung vor und speziell nach der Hochzeit.
Auf Haus Wayland angesprochen, zeigte sich, dass dieses Haus nie viel wert auf ein gut erhaltenes Vermächtnis gelegt hatte und es sei eine Ironie des Schicksals, dass ein Haus, dass sich der Wachsamkeit verschrieb und sich einen Adler als Tier erwählte, ihr Ende durch die Hand der Ironborn nicht kommen sah. Schließlich führte er Robin zu den alten Grabhöhlen unterhalb des Turms, die nur bei Ebbe zu erreichen waren. Trotzdem waren sie vor etwa 28 Jahren schon geplündert worden und innen befanden sich kaum nennenswerte Dekorationen oder Andenken, auch wenn die beiden nach einiger Suche schließlich das Grab von Brandon Wayland fanden. Die Inschrift (“Die Waylands waren nicht nur keine guten Steinmetze, sondern auch keine guten Dichter.” – Lord Moorland) offenbarte, dass es wohl ein flinker und aufmerksamer Mann gewesen sein muss, der sein Können am Bogen während einer Knappschaft erworben hatte. Mit diesem Wissen, und den getroffenen Abmachungen, machte sich Robin schließlich schnellstmöglich wieder auf den Weg nach Ravenroot Hall.

Parallel fand Ser Makes Lannister eine Spur der verschundenen Truppen. Ser Kevan Lannister hatte ihm zuvor erklärt, dass ein gewisser Ser Reginald das Kommando über die Truppe innehatte. In der Nähe von Sigrin’s Watch erzählte ihm ein Bauer, dass Soldaten die nahe Brücke besetzt hatten und den Reisenden einen Wegzoll abpressten, bevor der Schwan diese wieder vertrieben hatte. Schon bald traf der junge Ritter auf ein Lager von Lannistersoldaten und sogleich ritt er hinein. Unerschrocken verlangte er den Anführer zu sprechen, woraufhin ein grober Kerl namens Ben vortrat. Dieser erklärte dem jungen Löwen, dass Ser Reginald in den Fluss gefallen sei, und da der junge Lannister wohl befreit sei, hätte sich auch ihre Aufgabe erledigt. Er konfrontierte Makes mit den Gerüchten, er hätte seinen Titel nur durch das Entblössen seines Gemächts erhalten, sowie dessen Knabenhaftigkeit und es drohte bald zu einem Kampf zu kommen. Doch Makes gelang es geschickt den quasi-Deserteur nicht zu sehr zu provozieren und stattdessen die Truppen von seinen Führungsansprüchen zu überzeugen, woraufhin diese ihm Gefolgschaft schworen. Dabei war es ein etwa vierzehnjähriger Knabe der als Erster vortrat. Makes ließ den “Regen von Castamere” anstimmen und forderte anschließend den Kopf des Verräters Ben. Erneut war es der junge Knabe, der ihm den Kopf brachte und Makes belohnte ihn mit ein paar Münzen und einer Knappschaft, und zog sogleich mit seiner eigenen Truppe zurück gen Sumpf.

In der Zwischenzeit traf Nymeria Rivers mit ihrer handvoll Schmuggler und ihrem Gefangenen im Everdark Forest auf die Ironborn unter Führung von Halfdan Tidebreaker. Die Übernahme des Gefangenen verlief zuvor reibungslos. Die Elster war bei ihrer Darbietung derart überzeugend, dass sogar die eingeweihten Ravenrootwachleute zusammenzuckte. Schnell arrangierten die Schmuggler ein Treffen mit dem nächsten Ironbornkapitän auf einer nahegelegenen Lichtung im Everdark Forest. Nymeria setzte rund um die Lichtung eine Reihe Späher ein, die schon bald darauf die näherkommenden Truppen Tidebreakers vermeldeten. Dieser kam mit einem Großteil seiner Truppe: Fünfzig berittene Krieger. Ein Teil von ihnen sicherte die Flanken der Lichtung, die anderen dreißig saßen ab und bildeten sogleich einen dichten Schildwall. Schließlich trat bald Tidebreaker selbst vor seine Männer und stellte sich vor. Die Elster, auch auf erneutes Nachfragen des Ironborn hin, verweigerte ihm die Höflichkeit eines Namens und stellte sich schlicht mit ihrem Decknamen vor. Tidebreaker verkündete daraufhin, dass die Schmuggler im Besitz eines Ironbornkriegers waren, den sie nun freilassen würden. Anschließend würde Tidebreaker die Schmuggler unversehrt ziehen lassen, dies sei sein Ehrenwort. Nymeria ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und versuchte den Ironborn ein Lösegeld in Höhe von 200 Golddrachen abzupressen. Die beiden tauschten noch eine Reihe von Drohungen aus, bis schließlich Tidebreaker seinen persönlichen Beutel, gefüllt mit Münzen, Ringen und Schmuck im Wert von zehn Golddrachen, Nymeria zuwarf und anschließend mit seinem Sohn zu seinen Truppen in den Wald zurückkehrte.

Indes reiste Rhiannon durch die verwüsteten Ländereien von Haus Fetchborough, vorbei an den verlassenen Ruinen von Tranquillity Motte, und traf schließlich an einem Kloster ein. Dieses lag auf einer kleinen Klippe, am Rande des Waldes und Rhiannon schätzte, dass auch die Küste von dort einsehbar sei. Überraschenderweise war das kleine Kloster, bestehend aus einem Haus, einer Septe, Kräutergärten und von einer zwei Schritt hohen Mauer umgeben, unbeschädigt. Die junge Kriegerin erhielt Einlass von Bruder Albert, der sie sogleich willkommen hieß. Angesprochen auf Bruder Caern und den ehemaligen Bruder Otto, den die Alte auf der Suche nach Weisheit wieder in die Außenwelt gerufen hatte, führte der Mönch sie in den Keller der kleinen Wohnbehausung. Neben den Vorräten befand sich dort eine kleine Kammer, in der Rhiannon einen großen Zweihänder, einen riesigen Kettenmantel und zwei Schriftstücke fand. Bruder Caern sei vor etwa zwanzig Jahren verstorben, so Bruder Albert, dies seien seine einzigen Besitztümer. Rhiannon studierte sogleich die Schriftstücke, das eine Schreiben ein Brief von einer nahestehenden Bekanntschaft oder Verwandten, das andere ein Vermächtnis, in dem Caern schwört den weltlichen Freuden zu entsagen und sein Leben und seinen Besitz dem Kloster zu widmen. Lediglich seine Kriegerausrüstung sei, nach seinem Tod, an den rechtmäßigen Erben von Balon Ravenroot zu übergeben, bestehend aus Schwert, Dolch und Rüstung. Rhiannon fiel auf, dass das Schreiben und die Unterschrift sich deutlich voneinander unterschieden, und noch viel wichtiger, sich in der kleinen Kammer kein Dolch befand. Darauf angesprochen versuchte Bruder Albert sein Wissen von dem Dolch zu leugnen, doch gab er, ob der Entschlossenheit der jungen Ravenroot, schnell nach: Als die Ironborn vor etwa 28 Jahren die Küste plünderten, war Bruder Caern noch zur Stelle um die Brüder in Sicherheit zu bringen, doch tauchten vor wenigen Wochen erneut Piraten auf. Verzweifelt bot Bruder Albert den Dolch dem Anführer an, einem großen Krieger mit einem Bärenpelz auf den Schultern und einem Seeungeheuer als Wappen, und dieser gab daraufhin sein Wort das Kloster zu verschonen, doch empfahl er den Mönchen sich so bald wie möglich in Sicherheit zu bringen. Bevor Rhiannon weitere Fragen stellen konnte, wurden die beiden jedoch von einem anderen Mönch hochgerufen.

Dort sahen Rhiannon Ravenroot und sieben verängstigte Mönche, wie das erste Langboot der Eisenmänner angelegt hatte.

Comments

AbEnd

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.